Ja, aber…

3. September 2023

Kennst Du das? Du bist in einem Gespräch und eine Diskussion bahnt sich an. Einerseits stimmst Du Deinem Gegenüber zu: „Ja“. Doch es gibt noch so viel mehr Facetten, die es zu beleuchten gilt. Da ist manches noch unerwähnt, unberücksichtigt in Eurer Debatte. Und Du fügst Deiner Zustimmung ein „aber“ hinzu.


Meine Eltern und ich waren vor Jahren zu einem Geburtstag eingeladen. 🎁 Ein Freund unserer Familie, bereits höheren Alters, richtete das Fest aus. Da saßen wir nun auf der gemütlichen Terrasse, bei milden Sommertemperaturen. 🎂 ☕️ Wir kamen über viele Dinge ins Gespräch und augenscheinlich fiel öfter das Wort „ja, aber…“. Irgendwann fragte der ältere Herr seine Enkel und mich: „Gibt es auch ein ja ohne aber? Immer höre ich die jungen Leute sagen ja, aber.“ 🗣️

Diese Szene steht mir noch deutlich vor Augen.


Wie ist es bei mir, frage ich mich? Wie oft spreche und denke ich so?

Und mein Herz sagt: Ja, aber es ist so vieles ungewiss.💬

Und ich denke, ja, aber es gibt so viel Grund zum Verzweifeln.🗯️

Und ich denke ja, aber die aktuelle Belastung ist zu schwer für mich. 🙅‍♀️

Und innerlich tönt es ja, aber trotzdem sind da unerfüllte Wünsche. 💭

Diese Liste könnte unendlich weitergehen.

Kennst Du diese „ja, aber“ Aufführung? ❔

Ich frage mich: was bedeutet denn das aber nach dem ja? 🤔

Ist es überhaupt der Rede -, einen Blogbeitrag wert? 🧐

In meiner Zeit mit Gott denke ich darüber nach. 💭 Mich erinnert es an den Menschen, der Jesus nachfolgen wollte, doch zuvor wollte er seinen Vater begraben (vgl. Lukas 9,59-60). Für mich klingt es so, als würde sein Vater noch leben, er dessen Tod abwarten wollen, um das Erbe zu kassieren … Seine Nachfolgebereitschaft hatte eine Einschränkung.🚫

Weiter heißt es in dem gleichen Abschnitt aus Lukas 9, 61-62:

„Es sprach aber auch ein anderer: Herr, ich will dir nachfolgen; zuvor aber erlaube mir, von denen, die in meinem Haus sind, Abschied zu nehmen!“ Wenn Du genau hinschaust, siehst Du das ABER im Text. ⚠️

Wie reagiert unser HERR darauf? 🤔

„Jesus aber sprach zu ihm: Niemand, der seine Hand an den Pflug legt und zurückblickt, ist tauglich für das Reich Gottes!“

Kompromisslose Nachfolge: oft besungen, viel beredet und in der Tat? Eventuell durch ein ABER, unsere Vorbehalte, Bedenken und Kompromisse eingeschränkt. ⚠️⁉️

Die Antwort Jesu lässt keinen Raum für Spekulation offen.

In mir drängt sich die Frage auf: Wovon zeugt mein aber in der Nachfolge? ❔Ist es Auflehnung, Besserwisserei oder Rebellion? Bin ich zu bequem? 💭

Es klingt etwas provokant, wenn ich nun Matthäus 5,37 aufführe. Dennoch möchte ich es tun und einen Zusammenhang zum Thema herstellen:

„Es sei aber eure Rede: Ja, ja! Nein, nein! Was darüber ist, das ist vom Bösen.“

Immer dann, wenn ich ein aber hinter mein ja setze, schwäche ich das ja. 🚨 Stimmst Du dem zu? ❔Okay.👍 Und was bedeutet das im Umkehrschluss für die Wahrheiten der Bibel? 👉🏻 Sie werden nicht mehr vollends stehen gelassen, bekommen eine Einschränkung, mein aber. ‼️

Mir scheint, dieses Thema ist wichtiger, als ich zuerst vermutet habe. ⚠️

Gottes Wort ist in sich klar, schlüssig, wirksam und erklärt sich selbst. 📖 Es braucht nicht unsere „aber Ergänzungen“, wenn es das selbst nicht tut. Wer den Kontext betrachtet wird feststellen, wie mehrdimensional Gottes Wort ist, ohne dass wir etwas hinzufügen oder entfernen dürfen! 🚫👀

„Nicht dass wir Herren sein wollten über euren Glauben, sondern wir sind Gehilfen eurer Freude; denn ihr steht fest im Glauben.“ 2.Korinther 1,24

Es ist Gnade, wenn aus unserem ja, aber… ein ja, Vater werden darf! 🙏 🤗

📍Impuls: Achte (zusammen mit mir) in den kommenden Wochen darauf, wie oft Du ein ja, aber … denkst oder auch aussprichst. 🗣️💭 Sagen Deine Worte „ja“ und Dein Herz denkt „aber“? 🤔 Prüfe Dich vor Gott und erfahre Befreiung aus dem Negativen heraus, hinein in Gottes Fülle. 🎁 🙏

📖 weiterführende Bibelstellen:

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Liane Wagner Portrait
Liane Wagner
Liane Wagner (geb. Fenske) ist Berufspädagogin und lebt mit ihrem Mann in NRW. Ihr Anliegen ist, die beste Nachricht der Welt mit anderen Frauen zu teilen: Lebe als Binty – Gottes geliebte Tochter. Dies geschieht durch Publikationen, Vorträge und auf Freizeiten sowie in der persönlichen Seelsorge.
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