Ich aber …

6. Januar 2024

Vor ungefähr 4 Monaten gab es einen Blogbeitrag zum Thema „Ja, aber …“ Immer wieder denke ich daran, wenn ich das ABER formulieren möchte und bin aufgefordert, einmal innezuhalten und zu überlegen, ob mein Einwand berechtigt ist. 💭 Heute soll es um das „Ich aber …“ gehen. Wie es dazu kam? 🤔

Nun, unser Jahresstart war sehr ruhig. 🤫 Alle Dezemberpläne fielen ab Mitte des Monats aus. 🗓️
Meine Gesundheit ist sehr instabil und oft strengen mich die kleinsten Kleinigkeiten schon an. 🤕
Um der Schwermut, Resignation und dem Selbstmitleid vorzubeugen, bat ich meinen Mann, mir aus dem Stehgreif eine Predigt zu Habakuk 3 zu halten. 📖 🗣️ Lächelnd nahm er die Bitte an und las mit mir das Kapitel und bettete es in den Kontext des Buches ein. 

Auf die Verse 17-19 freute ich mich besonders: „Denn der Feigenbaum wird nicht ausschlagen und der Weinstock keinen Ertrag geben; die Frucht des Ölbaums wird trügen, und die Felder werden keine Nahrung liefern; die Schafe werden aus den Hürden getilgt, und kein Rind wird mehr in den Ställen sein. Ich aber will mich freuen in dem HERRN und frohlocken über den Gott meines Heils! GOTT, der Herr, ist meine Kraft; er macht meine Füße denen der Hirsche gleich und stellt mich auf meine Höhen! Dem Vorsänger, auf meinen Saiteninstrumenten.“

Habakuk beschreibt düstere Aussichten.📉 Der Ertrag bleibt aus, 🫣 die Herde kommt um, 👎 der Stall bleibt ohne Rind 🚫… es klingt nach einer maximalen Wirtschaftskrise. ‼️ Doch von der allgemeinen Situationsbeschreibung kommt er auf seine Person zu sprechen. Was gedenkt er zu tun? 🧐 Wie wird er auf diese Not reagieren? 🤔
Die Beschreibung nimmt eine Wende, denn er kündigt an, sich zu freuen und zu frohlocken über den Gott seines Heils. 😮

Ist es nicht widernatürlich sich in Umständen, wie Habakuk sie beschreibt, zu freuen? ☝🏻Das ist doch menschlich unmöglich, oder? Gewiss. Habakuk verrät uns das Geheimnis: „Gott, der Herr, ist meine Kraft“. Habakuk sieht Grund genug zur Freude in Gott. 🤗 Denn Gott verschafft Heil und Rettung. Er besinnt sich auf das Wesentliche. Für uns, die wir die ganze Bibel vorliegen haben, könnte es heißen: Er besinnt sich auf Christus, der allem Genüge ist, was wir jemals brauchen werden.❣️ Interessanterweise dankt Habakuk für eine Rettung, die noch gar nicht eingetroffen ist. Das passt auch zu uns „Denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.“ 2. Korinther 5,7 

Sein Ausruf ist fast etwas paradox, wie ein dennoch, ein „ich aber“. Als Kind Gottes darfst Du in den Rettungsjubel miteinstimmen. Denn das Beste kommt erst noch. Das steht schon in Habakuk 2,4b: „der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben“

Gemeinsam halten wir fest: es ist ein göttliches aber.

Auch an Silvester durften wir den Theorie-Praxis Transfer üben: Verfallen wir in Sorge und Verzweiflung oder darf durch Gottes Gnade der noch so schwerste Tag zum Fest werden? Betend entschieden wir uns fürs zweite. 🙏Gern hätte ich meine neuen Lockenwickler ausprobiert und mich schick gemacht. Eigentlich hätten wir auch Besuch gehabt und außerdem … 🫣 Warum nicht „nur“ für den Herrn und für den eigenen Ehemann schön sein, überlegte ich. 🧐 Mein Mann wickelte mir die Haare, 👩🏼‍🦱 weil ich selbst nicht die Kraft dafür hatte und ich zog ein neues Oberteil an. Wir waren im Partnerlook, so richtig „ausgehfertig“. 👩🏼‍🤝‍👨🏻 Daniel kochte exzellent und wir hatten ein Festmahl. 🍽️ Warum? Weil das Fest nicht ausfiel – ein Fest zur Ehre Gottes. 💫 Vielleicht schüttelst Du beim Lesen den Kopf und denkst Dir: „Mensch Liane, kümmere dich mal um die wesentlichen Dinge des Lebens!“ Vielleicht. 🤔 Wenn Du schon mal schwer krank warst oder möglicherweise chronisch krank bist, wirst Du dem zustimmen können: Sich trotz Krankheit und Schwäche aufzuraffen, nicht gehen zu lassen und sogar „schön“ zu machen hat weniger mit Eitelkeit zu tun. Es ist ein Ausdruck der Lebensbejahung. Ein ABER, den widrigen Umständen zum Trotz. 🙏

Dieser Blogbeitrag darf Dich inspirieren, auch in Umständen zu zelebrieren, wenn Dir so gar nicht danach zumute ist. 👉🏻 Genau, Du wirst wohl nicht ÜBER jeden Anlass jubeln, aber darfst Dich IN jeder Situation in Christus freuen.🙏 Eben las ich was das Wort „zelebrieren“ noch bedeuten könnte: opfern, feiern, anbeten. Wow! 🤗
Das passt haargenau: „Wer Dank opfert, der ehrt mich, und wer [seinen] Weg [recht] ausrichtet, dem zeige ich das Heil Gottes!“ Psalm 50,23

Ich aber … egal, wie die Stimmung der anderen ist. Egal wie der Wetterbericht oder die Neuigkeiten in der Tagesschau ausfallen …, es bleibt dabei: Ich aber. ☝🏻

Auch ein Josua hatte es erlebt. Er forderte das Volk Gottes auf sich zu entscheiden, wem sie dienen wollten. Er hatte die Entscheidung für sich und sein Haus bereits gefällt, ganz gleich, wie die Menge sich entscheiden würde: „Wenn es euch aber nicht gefällt, dem HERRN zu dienen, so erwählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter jenseits des Stromes gedient haben, oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt. Ich aber und mein Haus, wir wollen dem HERRN dienen!“ Josua 24,15

Ich möchte Dich herausfordern, Gottes (andere) Führung von Herzen bejahend zu begrüßen. 🤗 Wie ich das sagen kann ohne Deine (schwierige) Lage zu kennen? Weil ich es gerade selbst buchstabieren und einstudieren darf. 🙏
Nicht weil es so einfach ist, nicht weil es nichts kostet, nicht weil ich schon die Antworten auf viele offenen Fragen habe, sondern weil es unseren wunderbaren Vater ehrt, wenn wir nicht sehen und doch glauben.❣️Wenn wir danken, auch wenn die Ursachen dafür scheinbar nicht an der Girlande hängen. 

„ich aber will dir mit lauter Stimme Lob opfern; was ich gelobt habe, das will ich bezahlen. Die Rettung kommt von dem HERRN!“ Jona 2,10 

Ich wünsche Dir von Herzen ein reich gesegnetes Jahr von Gott voller zuversichtlicher „aber“ im Vertrauen auf Deinen himmlischen Vater. 🤝

📍Impuls: Deine Neujahrsaussichten sind nicht rosig? Ließ in Habakuk nach und lass Dich anstecken von der Hoffnung, die in diesem Gotteswort liegt.

📖 weitere Bibelstellen: Du bist neugierig geworden welche „ich aber“ es sonst noch in der Bibel gibt?
Such gern mit mir gemeinsam danach. 🤗 Hier eine kleine Auslese:

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Liane Wagner Portrait
Liane Wagner
Liane Wagner (geb. Fenske) ist Berufspädagogin und lebt mit ihrem Mann in NRW. Ihr Anliegen ist, die beste Nachricht der Welt mit anderen Frauen zu teilen: Lebe als Binty – Gottes geliebte Tochter. Dies geschieht durch Publikationen, Vorträge und auf Freizeiten sowie in der persönlichen Seelsorge.
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