Wir lieben die Zukunft!

19. April 2026

„Wir lieben die Zukunft!“ von welcher Sternwarte aus wurde dieser Satz wohl gesprochen? 🔭
Ich hörte ihn neulich in einem Interview und war fast etwas neidisch. Wie schön, so hoffnungsvoll in die Zukunft zu blicken, schoss es mir durch den Kopf. Irgendwie schwang darin so viel Leichtigkeit mit. 😊 Es klang freudig, optimistisch. Ist es naiv, so in die Zukunft zu blicken?

Wie anders tönen die Schlagzeilen, die täglich über uns einstürmen.🗞️📲 Nein, diese authentische Aussage stammt von keinem Reporter, sondern von einer Jesus-Nachfolgerin und Unternehmerin, die realistisch nach vorne schaut, deutlich benennt, dass so vieles ungewiss ist und es auf dem Planet Erde sicher nicht leichter wird. Wie um alles in der Welt kann sie dann „diese“ Zukunft lieben? 🧐

Du ahnst schon, was sie meint. Sie blickt nicht auf schwarze oder rote Zahlen, den Fachkräftemangel, Energiepreise oder das Wirtschaftswachstum.📈 Ihre zuversichtlich klingende Stimme zeugt von etwas Größerem, was sie erwartet: Gottes neue Welt. 🌟 Und bis dahin ist es unumstritten, dass wir „mit Jesus an der Seite alles schaffen können!“ Paulus drückt es so aus: „Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.“ (Philipper 4, 13) Wie Balsam sind diese Worte und welch herrliches Kontrastprogramm zu allen negativen, angsteinflößenden und erschütternden Nachrichten. 🌱

„Wir lieben die Zukunft!“ Hast Du das schon mal gedacht oder gesagt? Natürlich bezieht sich das nicht auf eine Zeitform, sondern vielmehr auf eine konkrete Person, auf eine Zeitenwende, auf die Ewigkeit bei Gott! ✨ Während ich darüber nachdenke, fällt mir auf, dass ich allen Grund habe, diese Hoffnung mit meiner Glaubensschwester zu teilen. Nicht daran geknüpft, wie erfolgreich oder auch nicht erfolgreich ich bin, ob ich gesund werde oder krank bleibe. 👉🏻 Nein, die Hoffnung ist in Gott verwurzelt. „Denn aus allem, was früher aufgeschrieben wurde, sollen wir lernen. Die ‹heiligen› Schriften ermutigen uns ja zum Durchhalten und Hoffen.“ (Römer 15, 4, NeÜ)

Es gibt keine Garantie für rosige Aussichten hier auf dieser Erde. Doch unser Blick darf weitergehen: „Und wiederum spricht Jesaja: »Es wird kommen die Wurzel Isais und der, welcher aufsteht, um über die Heiden zu herrschen; auf ihn werden die Heiden hoffen«.“ (Römer 15, 12) 

Nun folgt ein zunächst gedanklich weiter Bogen und es ist wahrscheinlich nicht das, was Du bei dieser Artikelüberschrift erwartet hättest:

Zeitgeschehen mit Blick auf Gott einordnen
In meiner Bibellese bewege ich diese Gedanken weiter und halte bei der Begebenheit von Perez-Usa gedanklich an: Die Bundeslade sollte zurück nach Jerusalem geleitet werden. Die Rückführung ging umrahmt von Musik und Tanz vor sich. Als die Menge bei Nachons Tenne ankam, drohte die Bundeslade umzustürzen, denn die Rinder waren ausgebrochen. 🐂🐂 Usa griff ein und hielt die Lade Gottes fest. Ich vermute, dass er instinktiv gehandelt hatte. Gott reagiert postwendend darauf, Usa stirbt an Ort und Stelle.⛔️

Jahrelang hatte ich ein „inneres Fragezeichen“ in Bezug auf diese Begebenheit. Offensichtlich bin ich damit nicht allein, denn schon David reagierte entsetzt: „David war entsetzt darüber, dass der HERR ihn so aus dem Leben gerissen hatte. Er nannte den Platz Perez Usa (»Entreißen Usas«), und so heißt er bis heute.“ (2. Samuel 6, 8, NGÜ)

War es nicht ehrwürdig, dass er spontan verhindern wollte, dass die Bundeslade auf den Dreck der Erde fällt? Menschlich betrachtet könnte das unsere Wertbeimessung sein. 👉🏻 Doch Gott urteilt anders. Eine Predigt von Hans Peter Royer „Don´t take away the job from jesus!“ (zu deutsch: „Nimm Jesus nicht den Job weg!“) half mir vor vielen Jahren in der Einordnung dieser Situation. 👉🏻 Usa griff in ein Amt ein, dass ihm vom Gesetz her verboten war.

Auch jetzt, Jahre später fordert mich der Bibeltext heraus. Wieder einmal bin ich in 4. Mose angelangt und verstehe den Fall Usas allmählich besser. Allein in Bezug auf die Wohnung Gottes heißt es: „Kommt ihr aber ein Fremder zu nahe, so soll er getötet werden.“ (Kapitel 1, 51b) Das vierte Kapitel beschreibt detaillierte Trageverordnungen für Gottes Sachen. Nicht einmal die Leviten durften die Bundeslade berühren, „sie sollen aber das Heiligtum nicht anrühren, sonst würden sie sterben.“ (aus Vers 15) Dafür waren für den Transport eigens Tragstangen befestigt worden. Es ging hier um Gottes Heiligkeit, die in der direkten Konfrontation mit einem sündigen Menschen den Tod zur Folge hatte. ✨⛔️

Seit jeher rebelliert der Mensch gegen die göttliche Instanz und lehnt sich gegen die „Spielregeln“ des Schöpfers auf. Doch hier wird deutlich, dass es nicht um unsere Meinung und Interpretation geht, sondern, dass Gott allein regiert. 👑 Als ich weiter über dieses Ereignis nachsinne, kommt mir der Gedanke: 

Ein irdisch betrachteter „Kollateralschaden“ (wie die sturzgefährdete Bundeslade) ist nicht immer das größere Übel. Geistlicher Schaden, also das Missachten von Gottes Willen, ist weit tragischer. ‼️Manchmal finden wir Gottes Absolutheitsanspruch zu konsequent, zu rigoros, in der Umsetzung vielleicht als zu kleinlich. Aber es geht um Gottes Sache, nicht darum, was wir als zeitgenössisch passabel betrachten. „Und einer rief dem anderen zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR der Heerscharen; die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit!“ (Jesaja 6, 3)

Was mich an der tragischen Geschichte Usas herausfordert, das, was ich auf der großen Weltbühne nicht verstehe, als dass darf ich vertrauensvoll Gott abgeben. Demütig möchte ich von ganzem Herzen seine Allmacht bezeugen und mich darunter beugen. Ich erkenne an, dass er regiert und dass das, was in unmittelbarer und in der entfernten Zukunft geschieht, in seinem Machtbereich liegt. Gott lässt sich nicht in unsere Vorstellung pressen. Gleichzeitig berührt mich, dass dieser heilige Gott uns in Christus so nahegekommen ist und sein Geist in uns wohnt. 🌟 Das stimmt mich dankbar und zuversichtlich, denn mein Herz gehört dem, dem die Zukunft gehört!

Glücklich darf ich also ebenso sagen: „Wir lieben die Zukunft!“ denn das Beste kommt erst noch.

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Liane Wagner Portrait
Liane Wagner
Liane Wagner (geb. Fenske) ist Berufspädagogin und lebt mit ihrem Mann in NRW. Ihr Anliegen ist, die beste Nachricht der Welt mit anderen Frauen zu teilen: Lebe als Binty – Gottes geliebte Tochter.

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