Vom Schmerz zur Schönheit
24. Dezember 2025

An Weihnachten feiern wir, dass Jesus geboren ist. „Freude, große Freude“ singen wir. „Fröhliche Weihnachten!“ rufen wir einander zu, „Merry Christmas“ steht auf unseren Grußkarten und Geschenkverpackungen. 🎁
Als wir der Weihnachtsfeier der Gemeinde digital beiwohnten, mischte sich in die Freude über den Anblick des Festgottesdienstes der Schmerz, das dritte Weihnachtsfest im „Lockdown“, der Abgeschiedenheit von der Gesellschaft, zu verbringen. Später dachte ich noch weiter darüber nach. Gott war an „Weihnachten“ ohne seinen Sohn, durchfuhr es mich. Irgendwie irre, der Gedanke. 💭Während auf Erden bei Engel und Hirten großer Jubel herrschte, hatte Jesus seinen Vater, die Pracht und Majestät verlassen. In der Adventszeit wird es hier feierlich, aber Jesus verließ das, was wahrhaft herrlich ist. ✨
„Er, der Gott in allem gleich war und auf einer Stufe mit ihm stand, nutzte seine Macht nicht zu seinem eigenen Vorteil aus. Im Gegenteil: Er verzichtete auf alle seine Vorrechte und stellte sich auf dieselbe Stufe wie ein Diener. Er wurde einer von uns – ein Mensch wie andere Menschen.“ (Philipper 2, 6 – 7, NGÜ)
Jesus nahm nicht „nur“ die Entbehrung des Himmels auf sich, sondern er schlüpfte in unsere Haut, litt, woran wir leiden: Kälte, Hunger, Einsamkeit, Müdigkeit … Weit mehr als das: Er entschied sich dafür, unsere Not, unser Elend, unsere Gottlosigkeit ans Kreuz zu tragen: Er starb für die Sühnung unserer Sündenschuld auf Golgatha. Jesus trug den Schmerz. All das, was Dir und mir im Herzen, körperlich, psychisch weh tut, das hat er auf seine Schultern genommen. ✝️
„Doch unsere Krankheit, / er hat sie getragen, / und unsere Schmerzen, / er lud sie auf sich. / Wir dachten, er wäre von Gott gestraft, / von ihm geschlagen und niedergebeugt. Doch man hat ihn durchbohrt wegen unserer Schuld, / ihn wegen unserer Sünden gequält. / Für unseren Frieden ertrug er den Schmerz, / und durch seine Striemen sind wir geheilt.“ (Jesaja 53, 4–5, NeÜ) Für unseren Frieden zahlte er mit Schmerzen.
Jeder Schmerz kann auch etwas Schönes hervorbringen, überlegte ich, während ich so vieles, wie zum Beispiel eine „normale“ Weihnachtsfeier, vermisste. Nicht, dass die Sache an sich dadurch besser oder harmloser wird, aber wenn ich Mut habe, daraus einen positiven Nutzen zu ziehen, verhindere ich, dass der Schmerz weiter ungebremst nagt. 💭
In unserem Fall wurde mir wieder bewusst, dass wir, da das ganze „Drumherum“ fehlt, in der besonderen Situation sind, alle Weihnachtsfreude von Jesus zu erwarten und uns mit dem Kern des Festes zu befassen: Gott wird Mensch. Früher konnte ein Wochenende bei mir (mind.) drei Events beinhalten. Jetzt haben wir keine einzige Vor-Ort-Feier, keinen Weihnachtsmarkt, kein Verreisen, kein Christmas Shopping durch die Einkaufsmeile. Jesus, Daniel und ich – das ist unsere Festversammlung. Und – in dieser Besonderheit liegt eben die Schönheit verborgen, mich genau darauf zu konzentrieren. 🙌🏻🎁
Vom Schmerz zur Schönheit – diesen Weg ging Jesus für uns.
In seinem Gebet betete Jesus darum, dass Gott ihm die Herrlichkeit wieder zuteilwerden lässt, die er hatte, ehe er einer von uns wurde. „Ich habe das Werk vollendet, das du mir aufgetragen hast: Ich habe hier auf der Erde deine Herrlichkeit offenbart. Und nun, Vater, gib mir, wenn ich wieder bei dir bin, von neuem die Herrlichkeit, die ich schon vor der Erschaffung der Welt bei dir hatte.«“ (Johannes 17, 4 –5, NGÜ)
Vielleicht heißt es auch aktuell für Dich in der Nachfolge, einen Weg des Vermissens zur Verherrlichung Gottes zu beschreiten. 👣Mag sein, dass Du Dich in aller weihnachtlichen Geselligkeit unwohl fühlst, weil Du Dir einen Partner, eine Familie, Freunde, Enkel, Gesundheit oder Deine Ruhe wünscht. 💭 Vielleicht ist Dein sehnlichster Wunsch eine baldige Veränderung Deiner gegenwärtigen Lage. Wie kann das Vermissen, der Schmerz zur Verherrlichung Gottes und damit zu etwas Schönem führen?
Es lässt mich an Jesu Worte vom Weizenkorn denken: „Ja, ich versichere euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde kommt und stirbt, bleibt es allein. Wenn es aber stirbt, bringt es sehr viel Frucht. Wer sein Leben liebt, wird es verlieren. Aber wer sein Leben in dieser Welt gering achtet, wird es für das ewige Leben erhalten.“ (Johannes 12, 24 – 25, NeÜ)
Wenn Du das, was Dich bewegt,
der Wunsch, den Du im Herzen trägst,
vertrauensvoll in Jesu Hände legst,
ist es nicht verloren,
sondern bestens aufgehoben. *
Behutsam möchte ich diese Verse zitieren: „Wer mit Tränen sät, / wird mit Jubel ernten. Weinend trägt er den Saatbeutel hin, / doch mit Jubel bringt er die Garben heim.“ (Psalm 126, 5 –6, NeÜ) In dem Psalm geht es um die Befreiung aus Gefangenschaft. Gott sieht das, was Dir fehlt. Was Du so gern anders hättest. Wo Du Enge und Begrenzung verspürst. Das, was vielleicht an Weihnachten besonders weh tut, wie das Alleinsein. Oder dass alle eine Festtagsmaske aufsetzen und so tun, als wäre Friede, Freude, Eierkuchen … Konstellationen und Gegebenheiten, an die Du ohne Weiteres nichts ändern kannst. Unerfüllte Wünsche. Das Leben mit einem Schmerz im Herz. ❤️🩹
Gottes Wort ruft uns zu, diesen „Samen“ auszusäen. Im Vertrauen auf Gott loszulassen, was Du ohnehin nicht halten und tragen kannst. Immer, wenn wir uns dafür entscheiden, Gottes Allmacht regieren zu lassen, uns ihm hingeben und in Demut vor ihm beugen, ist das wie eine Aussaat, die Frucht tragen wird. 📈Auch wenn die Veränderung unseren Augen zunächst verborgen bleibt, sie wird aufgehen. Es wird Frucht entstehen, die in Ewigkeit bleibt. Heute ist die Erde gefroren und kalt. ❄️ Doch der nächste Frühling kommt bestimmt und das Beispiel vom Samen in der Erde wird im Jahresverlauf wieder zur anschaulichen Predigt. 🌱
Es tröstet mich zu wissen, dass Gott aus Schmerzhaftem Herrliches entstehen lassen kann. Dieses Prinzip überdauert unseren Lebenslauf: „So ist es auch mit der Auferstehung der Toten: Es wird gesät in Verweslichkeit und auferweckt in Unverweslichkeit; es wird gesät in Unehre und wird auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit und wird auferweckt in Kraft;“ (1. Korinther 15, 42–43). 🙌🏻
Ich weiß, nicht für jedes Weh wächst ein Kraut und es gibt Wunden, auf die kein Pflaster passt. 🩹Von Herzen möchte ich Dir und mir zusprechen, dennoch, gerade, inmitten all der „wenn“ und „aber“ mutig Ausschau danach zu halten, was darin an Gewinn verborgen liegt, der Bestimmung unseres Lebens näher zu kommen: dem Ebenbild Jesu ähnlicher zu werden (vergleiche Römer 8, 28 –29). „Ihr wisst ja, was Jesus Christus, unser Herr, in seiner Liebe für euch getan hat. Er war reich und wurde für euch arm; denn er wollte euch durch seine Armut reich machen.“ (2. Korinther 8, 9, GNB) ✨Vom Schmerz zur Schönheit – an Jesu Geburtstag machte Gott es uns vor. ✨
Liebe Leserin, lieber Leser,
ich danke Dir für die Verbundenheit im Jahr 2025
und wünsche Dir von Herzen freudvolle Weihnacht, nahe bei Jesus.
Herzliche Grüße!
⭐️
*[Diese Postkarte unterstreicht die heutige Botschaft wie ich finde sehr schön. Mir gefällt das Motiv besonders gut. Dir auch? ☺️ Mit dem Code „Danke2025“ erhältst Du sie bis Ablauf des Jahres (31.12.25) bei Deiner nächsten Bestellung geschenkt.]
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