Ein alter Neuanfang

11. Januar 2026

Heute ist das Jahr 11 Tage alt. Zeit für einen Blogbeitrag. 😊
Was ist an diesem Jahr neu? Wir haben doch schon so viele Jahre und Jahrzehnte begonnen. Ein alter Neuanfang … Jeder Monat startet mit einem 01. Tag. Doch der 01.01. markiert jährlich mehr als „nur“ ein neues Kalenderblatt, nämlich ein ganz neues Jahr. Was es wohl bringen mag? Ob Jesus im Jahr 2026 wiederkommt? 👀 Die Jahreslosung passt gut dazu: „Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“ (Offenbarung 21,5)

Dabei ist jetzt manches schon sehr alt, „abgelaufen“ und überfällig. Die Schöpfung sehnt sich nach Erlösung, heißt es sinngemäß in der Schrift (vergleiche Römer 8, 19 – 22). Alles um uns her leidet an den Folgen der Sünde, wohl am meisten der Mensch selbst, der sich und andere wie ein Tyrann zerstört. 🤦🏼‍♀️ Eigentlich könnte alles so schön sein. Harmonisch, einig, friedlich. Doch die Sünde frisst um sich, ihr ist kein Preis zu hoch. ❌ Schau in den Spiegel, wenn Du Dich fragst, wo alles seinen Anfang nahm. 👉🏻 Ich tue das ebenfalls und stelle ernüchtert fest, dass wir selbst zu den Menschen, die wir am meisten lieben, so hässlich sein können. Du vielleicht nicht. Ich leider schon. 🤦🏼‍♀️

Wir starten also einen alten Neuanfang. Was muss abgeschlossen werden, damit es „neu“ werden kann? Ich durfte in den vergangenen Wochen einiges zum Abschluss bringen. Manchmal sind es kleine Erfolge, die wir dennoch dankbar feiern können. 🎉 Zum Beispiel ein Buch zu Ende zu lesen. Ich habe in den letzten Tagen meinen Bibelleseplan abschließen und beenden dürfte, vielleicht dient er als Leseempfehlung für Dich:

Bestimmt hast auch Du einiges „abgeschlossen“, abgehakt oder hinter Dich gebracht. ✅ Vielleicht sind es kleine Dinge oder auch ganz große, Du darfst sie fröhlich feiern und Gott dabei preisen.

Wenn etwas zu Ende ist, fragen wir uns, was danach folgt. So blicke auch ich auf 2026 und frage mich: „Herr, was hast du vor?“ Es bleibt spannend, auch wenn wir das finale Ende der Geschichte „kennen“. Wer zu Gott gehört, lebt ewig. 🙌🏻 Doch niemand von uns Lesern war schon im Himmel, daher ist dieser uns unbekannt und manches uns ungewiss. Aber wir kennen den, der alles weiß. Unser Gott steht über unsere Fragezeichen, Unsicherheiten, vielleicht auch Sorgen und Ängste. Er kennt das große Ganze. Herrlich, ihm vertrauensvoll folgen zu dürfen. 😊

Alles neu – wie können wir das bereits im Hier und Jetzt erfahren? Gottes Wort verändert uns, erneuert uns, richtet uns auf ihn aus. Daher möchte ich Dir Mut machen, die Bibel in diesem Jahr ganz durchzulesen. Darin steht alles, was Du wissen solltest. Nimm es Dir fest vor und „grabe“ täglich darin. Psalm 119 fließt vor Freude an der Heiligen Schrift nur so über. Ich habe es mir ebenfalls vorgenommen und lese diesen Bibelleseplan, der übrigens „nur“ 25 Lesetage im Monat vorsieht, für alle, die Puffer brauchen …

Alles neu. Während ich weiter an diesem Beitrag schreibe, schneit es. Ich bin verrückt nach Schnee. ❄️ 🤩Urplötzlich 30 Jahre jünger, naja fast und völlig aufgedreht. 😇😅 Der Schneefall ist insofern besonders, da es so viel schneit, dass ich es auch durch den Kellerschacht erkenne. Dafür muss es schon ordentlich schneien, denn meistens bekommen wir hier unten nicht so viel vom Wetter „oben“ mit. ❄️❄️❄️

Ich denke da an einen Text aus dem Adventskalenderbuch „Himmlisch beschenkt“, der Gedanke, dass Gott alles neu macht, hat mich vor einem Jahr sehr bewegt. Vielleicht hast Du den Impuls vom 29.12. nicht gelesen, ich teile ihn hier auszugsweise mit Dir:

Alles neu
Schnee drückt für mich Perfektion aus. Ob Buntes, Schrilles oder Hässliches: Es ist in edles Weiß gehüllt. Das Unebene wird ausgeglichen. Als hätte ein Künstler die ganze Umgebung verziert und mit Tupfen versehen. Mal türmen sich die Schneemassen hoch zu Bergen auf, dann bedecken zarte und filigrane Flocken die Handläufe, Vogelbeeren und Äste. Die Natur wirkt so rein und herrlich klar.

Gleichzeitig empfinde ich so intensiv wie zu keiner anderen Zeit das Bedürfnis nach Heilung und Wiederherstellung. Vieles ist kaputt. Das muss gar nicht in erster Linie mich und meine kleine Welt betreffen. Denn bei genauerem Hinsehen findet sich unter jedem Dach ein Ach. In jeder Familie ist irgendein Wunsch offen. Im Lauf der Jahre sind Verletzungen entstanden oder es gibt Dinge, die wir hinnehmen müssen, auch wenn wir sie gern anders hätten. Solange wir auf dieser Erde leben, werden wir enttäuscht und wir enttäuschen andere. Das liest sich gar nicht schön und das ist es auch nicht. Dennoch ist es wahr. Kennst Du die Sehnsucht nach Heilung?

Wie so oft liege ich nachts wach, wenn mein Körper mir signalisiert, dass ich mich überanstrengt habe. Gestern waren es ein paar Meter „Spaziergang“. Mir gehen viele Gedanken durch den Kopf. Szenarien voller Schrecken, die plagenden „Was wenn“-Fragen, der Schmerz über Missstände. Plötzlich ist da inmitten meiner Gedanken Jesus. Er ist mir so nah, dass ich im Stillen sagen muss: „dieser Ort ist heilig.“ Jesus spricht inmitten meiner Sorgen und Trübsal ein Machtwort aus: „Ich mache alles neu!“ (vergleiche Offenbarung 21, 5) Es klingt wie ein Jubel. Jesu Worte, hinein in meine Gedanken, haben mich sehr bewegt.

Kannst Du Dir das vorstellen, wie alles „neu“ wird? Wenn wir unser Leben, die Vergangenheit mit allem, was schiefgelaufen ist, in Reue vor Gott bringen und ihn im Namen Jesu um Vergebung bitten, dann erhört er uns: „Ich, ich tilge deine Übertretungen um meinetwillen, und an deine Sünden will ich nie mehr gedenken!“ (Jesaja 43, 25) Vor Gott ist es dann vergessen. Er denkt nie wieder daran. Oft haben wir die Folgen zu tragen und knabbern an Geschehenem.

Ein Neuanfang im alten Körper ist ein täglicher Kampf: „Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht.“ (Römer 7, 18) Doch eines Tages wird beim Herrn alles neu sein. Völlig rein, heilig und perfekt. Es wird nicht nur eine neue Seite eines bereits beschriebenen Buches aufgeschlagen, nein, es beginnt ein neues, leeres Buch.

Alles neu. Nicht nur von Schönheit bedeckt, sondern erfüllt von göttlicher Vollkommenheit.
Ich freue mich darauf.“

Binty – Himmlisch beschenkt, 2025, S. 158 –159.

Alles neu. Ich frage mich, ob noch mehr Menschen das verzehrende Empfinden verspüren, wenn sie die Jahreslosung lesen. Je nach Lebenssituation beziehen wir die Worte Jesu sicher anders auf unser Leben. Wer in einem Kriegsgebiet lebt, verbindet die Sehnsucht nach dem „Neu“ in Bezug auf Friedensabkommen, Ruhe und Sicherheit. 🕊️ Wen familiäre Probleme, Herausforderungen am Arbeitsplatz oder Nachbarschaftsstreit bewegen, legt das „Neu“ zwischenmenschlich aus. 🤝Menschen, die sich eine Besserung ihrer Gesundheit wünschen, übertragen das „Neu“ auf ihr körperliches oder psychisches Befinden. ❤️‍🩹

Eine herrliche Aussicht finden wir hier: „Siehe, ich wirke Neues, jetzt sprosst es hervor; solltet ihr es nicht wissen? Ich will einen Weg in der Wüste bereiten und Ströme in der Einöde.“ (Jesaja 43, 19)

Welches „Neu“ wünscht Du Dir? 🌱

Beim Zusammenlegen der Trocknerwäsche – eine meiner Lieblingstätigkeiten im Haushalt – halte ich einen Waschlappen länger in meiner Hand. 🧺 Er ist schon alt und gut abgenutzt. Lange hält er den Schleuderprogrammen der Waschmaschine und der Trommel im Trockner nicht mehr stand. Ich werde ihn wohl bald aussortieren, überlege ich. 💭 Als ich über den Stoff streiche, reißt er ein. Im Grunde könnte ich ihn auch gleich entsorgen, denke ich weiter. Irgendetwas hält mich davon ab. Ich denke daran, wie lange dieser gelbe Waschlappen schon im Repertoire ist und dass ich ihn als Farbklecks zwischen den andersfarbigen Frotteewaren mag. Ja, irgendwie erinnert er mich an mich. 💭 Ich fühle mich gar nicht neu, sondern mehr kaputt als ganz. Dennoch geht es immer wieder weiter. Hier auf Erden nutzen wir uns ab. Wir werden müde, alt, runzelig. Seitdem wir leben, altern wir. Doch das ist nur die eine Seite der Medaille, denn: Auch wenn es sich zuweilen anfühlt, dass es mehr bergab als bergauf geht, ist die Wahrheit für Kinder Gottes doch eine andere: Wir steuern zielstrebig auf die Erneuerung zu. Es WIRD alles neu werden. In Gottes Welt. 🙌🏻

„Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so erwarten wir es mit standhaftem Ausharren.“ (Römer 8, 25) Ich freue mich sehr darauf und kann nun etwas gelassener das Schwächer werden und Schwachsein betrachten. Das ist nur kurzfristig so. Es ist okay. Es wird bald sehr gut. 👌🏻

Heute darf ich mich im Glauben emporschwingen und wenn Jesus kommt, „fliegen wir ihm dann entgegen“. Wow! 😊 Das wird vollkommen gut sein. Danke, Jesus. ✨

In Jesu Namen beginnen wir einen alten Neuanfang.
Marantha – der Herr kommt bald.

Liebe Leserin, lieber Leser,
Gott segne Dein Jahr. Er kröne es zu seiner Ehre. 
„Du hast das Jahr mit deiner Güte gekrönt, / deine Spuren zeigen die Fülle.“ 
(Psalm 65, 12, NeÜ)

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Liane Wagner Portrait
Liane Wagner
Liane Wagner (geb. Fenske) ist Berufspädagogin und lebt mit ihrem Mann in NRW. Ihr Anliegen ist, die beste Nachricht der Welt mit anderen Frauen zu teilen: Lebe als Binty – Gottes geliebte Tochter.

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